CARE4CARE

Ein Forschungsvorhaben zur Entwicklung eines integrativen Angebots für die Gesundheitsförderung in der Pflege

Laufzeit: 2020 – 2023 

Projektbeteiligte: Technische Hochschule Lübeck, Beuth Hochschule Berlin, Leuphana Universität Lüneburg, Helmut Schmidt Universität Hamburg

Ansprechpartner: Helge Nissen (Helge.Nissen(at)th-luebeck.de)

Projekthintergrund

Beschäftigte in der Pflege leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Gesundheit von Millionen Menschen. Nicht umsonst genießt der Pflegeberuf höchstes Ansehen. care4care möchte einen Beitrag zur Gesundheit von Beschäftigten in der Pflege leisten. Dabei geht care4care neue Wege.

Dabei werden digitale Angebote mit persönlicher Unterstützung kombiniert. Es unterstützt Pflegekräfte und deren Führungskräfte dabei, gesundes Arbeiten zu ermöglichen und die eigenen gesundheitlichen Ressourcen zu stärken. Stress sowie stressbedingten Beschwerden sollen verringert und vermieden werden. Mittel- und langfristig soll das Angebot dazu beitragen, die physische und psychische Gesundheit von Pflegekräften zu erhalten und die Arbeitszufriedenheit zu steigern. care4care unterteilt sich in zwei Produktmodule, die eng aufeinander abgestimmt sind:

  • care4care Digital
  • care4care Vor Ort

Projektziel

Ziel ist die Entwicklung eines bedarfsgerechten Angebotes zur Gesundheitsförderung in der Pflege. Dafür wurden die beiden unterschiedlichen Projektmodule entwickelt.

care4care Digital bietet verhältnispräventive Interventionen zur Gestaltung gesunder Arbeitsbedingungen in der Pflege und verhaltenspräventive Interventionen zur Ressourcenstärkung und zur Verbesserung des individuellen Gesundheitsverhaltens an.

Verhaltensprävention

Adressiert werden gesundheitliche Themen, die für besonders viele Berufstätige in der Pflege eine Herausforderung darstellen. Es stehen sechs digitale Interventionen zur Verfügung, die je nach individuellen Bedürfnissen, Problemlagen und Präferenzen ausgewählt werden können.
  • Reduktion von chronischem Stress
  • Förderung von erholsamen Schlaf
  • Prävention von Depression
  • Reduktion von Beschwerden durch Schichtarbeit
  • Förderung von Resilienz
  • Wertschätzung und Dankbarkeit

Verhältnisprävention

Adressiert werden Themen aus den klassischen Handlungsfeldern der Arbeitsgestaltung. Sie berücksichtigen die Qualitätsstandards des GKV-Präventionsleitfadens sowie die Empfehlungen der GDA. Die Themen behandeln die Gestaltung gesundheitsförderlicher
  • Arbeitsorganisation
  • Führung
  • Arbeitsaufgaben
  • Arbeitszeit
  • Arbeitsumgebung
  • sozialer Beziehungen

Im Mittelpunkt stehen bei care4care vor Ort teamfokussierte Interventionen in Präsenz, die sich aus Analysemodulen, Coachings für Führungskräften und Teamworkshops zusammensetzen. care4care Vor Ort ist ein gesundheitsspezifsches Führungsfeedback mit gleichzeitiger Teamentwicklung und Coaching. In einer Einrichtung sollten über einen längeren Zeitraum möglichst viele Stationen diesen Prozess durchlaufen können. Prozesse können auf unterschiedlichen Hierarchieebenen durchgeführt werden:

  • Stationsleitungen und Pflegekräfte
  • Pflegedienstleitung und alle Stationsleitungen als „Mitarbeitende der Pflegedienstleitung“

Zielgruppe

Care4Care richtet sich in erster Linie an Pflegekräfte und Stationsleitungen, die Hilfe zur Selbsthilfe durch Informationen und Trainings erhalten sollen. Das vielfältige Themenangebot soll bei der Zielgruppe zu einer Verbesserung der individuellen Gesundheit und zur Gestaltung gesunder Arbeit führen.

Kurse im Projekt

Verhältnisprävention
  • Arbeitsorganisation
  • Führung
  • Arbeitsaufgaben
  • Arbeitszeit
  • Arbeitsumgebung
  • sozialer Beziehungen
Verhaltensprävention:
  • Reduktion von chronischem Stress
  • Förderung von erholsamen Schlaf
  • Prävention von Depression
  • Reduktion von Beschwerden durch Schichtarbeit
  • Förderung von Resilienz
  • Wertschätzung und Dankbarkeit
Technische Hochschule Lübeck
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